Ich habe zu diesem Thema schon einmal einen Aufsatz geschrieben:
https://vater.franzjoerg.de/fachanwaeltinnen-im-familienrecht/
Inzwischen gibt es mehr Einsichten und mehr Überblick über die Entwicklungen in der Szene.
Vorab zu Klärung:
1.
In vielen Aufsätzen habe ich erklärt, warum das Problem beginnt, wenn der erste Elternteil einen Anwalt involviert. Das ist nicht der Auftakt für die Lösung des Problems, sondern es ist der Funke ins Pulverfass. Anwälte im Familienrecht sind das falsche Instrument („…der Hammer, den Du in die Hand bekommst, wenn Du Dir die Haare kämmen möchtest!“). Sie sind Waffenlieferanten in ein Krisengebiet und wirken als Brandbeschleuniger. Schließlich verdienen sie nicht an der Befriedung, sondern am Streit.
2.
In meinen kritischen Aufsätzen zu bestimmten AnwältInnen meine ich NICHT ALLE AnwältInnen, sondern eine bestimmte Sorte von ihnen, die aber typisch für die gesamte Branche sind. Wer meinen oben verlinkten Aufsatz liest, bekommt Hinweise auf die typischen Merkmale solcher Vertreterinnen eines Berufes, der wie kaum ein anderer dazu geeignet ist, die miesesten Charakterzüge von Menschen zu triggern und zu fördern.
3.
Ich habe besondere Achtung vor denen, die versuchen, in dieser Szene gegen den Strom zu schwimmen und möglichst viele Funken an Anstand, Kindzentrierung und Ethik zu wahren. Es sind diejenigen, mit denen ich gerne als Beistand zusammenarbeite.
Die herausragenden Personen an Familienrechtsanwältinnen vom Zuschnitt Version 01 nach der Kindschaftsrechtsreform 1998 sind insbesondere diejenigen, die im Umfeld der Politik bzw. in der Politik selbst den Nährboden für ihre destruktiven Verfahrensweisen gefunden hatten. Sie haben unsägliches Leid über viele Kinder und Väter gebracht, das inzwischen in der Folgegeneration nachwirkt und unsere Gesellschaft maßgeblich mit bestimmt.
Zwei meiner Aufsätze beschreiben diese Version 01 von Familienrechtsanwältinnen:
https://vater.franzjoerg.de/edith-schwab-erhaelt-am-17-08-2010-das-bundesverdienstkreuz/
https://vater.franzjoerg.de/nachschreiben-zum-tod-einer-anwaeltin/
Sie sind die Leuchttürme, an die sich alle Familienrechtsanwältinnen anhängen, die in der Fläche vom politischen Trend profitieren wollen: MitgliederInnen bei „Frauen helfen Frauen“, beim „Sozialbund katholischer Frauen“, bei „Wildwasser“ und natürlich bei den Trägervereinen der rund 400 Frauenhäuser. Sie setzen die Ungeheuerlichkeiten, die ihre großen Schwestern in der Politik vormachen, in der Fläche um.

Inzwischen kam eine neue Version 02 auf den Markt.
Autorinnen, die natürlich stern-Bestseller schreiben (stern funktioniert so).
Influencerinnen bei Instagram.
Ihre Masche:
- Was wir Väter schon seit über 30 Jahren beschreiben und kritisieren, „entdecken“ sie plötzlich als völlig neu und framen alles in der Atmosphäre „Mütterfeindlichkeit“.
- In der Lucilectric-Attitüde „Weil ich ja sowieso gewinn, weil ich ein Mädchen bin“ schreiben sie Bücher mit dem Titel „Nimm dir endlich, was dir zusteht – und hör auf, dich dafür zu entschuldigen“.
Es beschreibt den Zustand unseres Systems, dass diese Nummer funktioniert.
Rotzfreche extrovertierte Anmaßung, Framing, hemmungslose Bedienung am geistigen Eigentum anderer, fester Glaube an das Prinzip „Sex sells!“ und Prostitution als Geschäftsprinzip gehören für viele dieser 02-Typinnen zum Auftreten.
Ich kenne inzwischen Mütter, die an solche Version 02-Vertreterinnen hohe fünfstellige Summen losgeworden sind – und nicht immer erfolgreich.
Einer meiner Artikel beschreibt eine von ihnen:
https://vater.franzjoerg.de/tatort-familiengericht/
Eine Zweite möchte ich hier selbst zu Wort kommen lassen.
Sie verbreitet in den Sozialen Medien persönlich in Bild und Ton:
ZITAT:
„Wenn Du nicht zustimmst, dann beantrage ich eben das Wechselmodell“
Das ist ein Standardsatz in Scheidungskonflikten. Und sofort stellen Frauen sich die Frage: „Kann er mir wirklich die Kinder wegnehmen?“ Und genau deswegen funktioniert diese mehr als verwerfliche Drohung so gut. Sie trifft Frauen an ihrer empfindlichsten Stelle. Hier geht es nicht um die Kinder. Hier geht es um MACHT.
Natürlich bekommt man in der Praxis das Wechselmodell nicht einfach so. Das Kindeswohl steht immer an oberster Stelle. Und dennoch besteht die Möglichkeit, dass das Wechselmodell vor Gericht durchgeht. Wer etwas anderes behauptet, hat die letzten zwei Jahre im Familienrecht leider verpasst. Und genau dieses nicht kalkulierbare Risiko macht diese Drohung so stark und so wirkungsvoll. Denn Frauen haben Angst. Frauen haben Angst, dass ihre Kinder – obwohl sie es nicht wollen – im Wechselmodell leben müssen.
Und genau aus dieser Angst heraus treffen sie Entscheidungen. Entscheidungen, die sie sonst so niemals treffen würden. Frauen verzichten auf Unterhalt. Sie verzichten auf Vermögen. Sie stimmen Vereinbarungen zu, von denen sie ihrer besten Freundin abraten würden. Und warum? Nur damit diese Drohung verschwindet. Und genau das ist das Problem. Nicht das Wechselmodell an sich, sondern die Instrumentalisierung des Wechselmodells. Das Wechselmodell wird zum Druckmittel, nicht, weil es automatisch gewählt werden würde, sondern weil das „Was, wenn doch…“ wie ein Damoklesschwert über Frauen schwebt. Und – ganz ehrlich – welche Mutter kann, wenn es um die eigenen Kinder geht, mit absoluter Überzeugung sagen: Das passiert sowieso niemals. Diese ganz kleinen Restzweifel reichen aus, um ganze Verhandlungen zu kippen. Und ehrlich: Solange Frauen aus Angst verhandeln, verlieren sie nicht erst vor Gericht, sie verlieren schon am Verhandlungstisch. Natürlich können Anwälte alles tun, was rechtlich möglich ist, aber am Ende muss jede Frau selbst entscheiden, welches Risiko sie trägt. Und die Wahrheit ist: Die allermeisten Frauen entscheiden sich im Zweifel immer für ihre Kinder – und gleichzeitig zu ihren eigenen finanziellen Lasten. Und genau deswegen müssen wir über diese Machtspiele sprechen. Nicht, um Angst zu schüren, sondern damit Frauen verstehen, was hier eigentlich WIRKLICH PASSIERT.
ZITAT ENDE
- Wer schürt hier mit welchem Ziel Angst?
- Wer übt über das Kind Macht und Kontrolle aus?
Gehen wir den Text Satz für Satz durch:
„Wenn Du nicht zustimmst, dann beantrage ich eben das Wechselmodell“
Das ist ein Standardsatz in Scheidungskonflikten.
Es mag sein, dass es solche Konstellationen in Trennungskonflikten gibt. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Aber als Standardsituation?
Das würde ja bedeuten, dass die AnwältInnen von Vätern alle dumm und unfähig wären.
Und dass die AnwältInnen von Müttern dagegen machtlos wären.
Fakt ist:
Mein zentraler Basiswissen-Aufsatz zu diesem Thema lautet:
https://vater.franzjoerg.de/wechselmodell-als-falle/
Darin räume ich mit der naiven Einstellung von Vätern auf, dass das Wechselmodell eine realistische Option wäre. Tatsächlich ist es das nicht, was die Statistik zum gelebten Wechselmodell in Deutschland zeigt. Das Einvernehmen der Eltern, die Abwesenheit von Streit und gelungene Kommunikation werden als Narrative in Deutschland vorausgesetzt. Das bedeutet, dass jede Mutter das Wechselmodell nach Belieben verhindern kann. Deshalb gibt es in Deutschland ja eben diese Narrative.
Und sofort stellen Frauen sich die Frage: „Kann er mir wirklich die Kinder wegnehmen?“ Und genau deswegen funktioniert diese mehr als verwerfliche Drohung so gut. Sie trifft Frauen an ihrer empfindlichsten Stelle.
Was redet die Texterin dieses Beitrages Müttern da ein? Sie trifft sie an einem wunden Punkt, klar.
Der Fehlschluss ist, dass die Taktik des Vaters „so gut funktionieren“ würde. Es ist das Geschäftsprinzip dieser Anwältin, das damit gut funktioniert. Denn die zitierte Angst führt Mütter eben zielgerichtet zu dieser Anwältin. Damit ist nach den ersten Sätzen schon klar, dass es sich um eine psychologisch geschickte Mandantinnenaquise handelt.
Hier geht es nicht um die Kinder. Hier geht es um MACHT.
ECHT jetzt? So plump? Warum nach meiner Auffassung so dämlich dümmlich?
Doch und natürlich geht es um die Kinder.
Und diese Kinder sind der Privatbesitz der Mutter. Und sie hat Angst, davon auch nur eine kleine Zeiteinheit „Umgang“ und eine kleine Portion „Liebe“ an den Vater zu verlieren. Sie will den unangefochtenen Besitz der Kinder, die unangefochtene Verfügungsmacht über diese Kinder und damit Macht und Kontrolle über den Vater.
DAS sind die Fakten.
Und für die Anwältin hinter dem Mikro geht es um GELD.
Natürlich bekommt man in der Praxis das Wechselmodell nicht einfach so. Das Kindeswohl steht immer an oberster Stelle.
Da hat die Fachanwältin für Familienrecht wohl die letzten Jahre verschlafen.
Ja, es wird von allen behauptet, dass es um das Kindeswohl gehen würde. Tatsächlich geht es um die Befindlichkeit der Mutter, die durch ihre Inszenierung von Hochstrittigkeit alles steuert, die darauf zählen kann, dass die Professionen sie dadurch decken, dass sie ihre Inszenierung eines asymmetrischen Hochkonfliktes als symmetrisches Unvermögen beider Eltern framen und die auch damit rechnen kann, dass ihre Instrumentalisierung der Kindes als reine Verkündung göttlicher Weisheit durch eine „unglaublich erwachsene“ 7-Jährige das Verfahren dominiert.
Und dennoch besteht die Möglichkeit, dass das Wechselmodell vor Gericht durchgeht. Wer etwas anderes behauptet, hat die letzten zwei Jahre im Familienrecht leider verpasst.
Ja, das sind die Fälle, in denen beide Eltern das Wechselmodell befürworten (es soll auch emanzipierte Mütter geben) oder in denen die Mutter aus finanziellen Gründen das gelebte Wechselmodell kippen möchte, aber Jugendamt und Verfahrensbeistand feststellen, dass in diesem Fall nicht das finanzielle Interesse der Mutter, sondern die Bedarfe des Kindes vorrangig sind.
Hat diese Anwältin doch alle Entwicklungen verschnarcht?
Und genau dieses nicht kalkulierbare Risiko macht diese Drohung so stark und so wirkungsvoll. Denn Frauen haben Angst. Frauen haben Angst, dass ihre Kinder – obwohl sie es nicht wollen – im Wechselmodell leben müssen.
Raffiniert eingefädelt. Die Mama sucht schon nach der Telefonnummer dieser Anwältin.
Und diese outet sich: Kinder, die im Wechselmodell leben müssen? Da hat diese Fachanwältin wohl doch mehr als zwei Jahre verschlafen. Oder sie hat sich nur mit phobischen Müttern und nie mit Kindern beschäftigt. Es ist die Mutter, die meint: wenn ich als Mutter zu wenig Geld für MEINE Kinder erhalte, dann müssen MEINE Kinder alles hassen, was dafür verantwortlich ist. Ist Geldgeilheit die oberste Maxime für den 02-Typus? Wenn man das Video sieht, wohl sicher.
Und genau aus dieser Angst heraus treffen sie Entscheidungen. Entscheidungen, die sie sonst so niemals treffen würden. Frauen verzichten auf Unterhalt. Sie verzichten auf Vermögen. Sie stimmen Vereinbarungen zu, von denen sie ihrer besten Freundin abraten würden. Und warum? Nur damit diese Drohung verschwindet.
Moment, Moment… Ich verstehe nicht…
Eine Mutter, die freiwillig auf Unterhalt verzichtet?
Eine Trennungsmutter, die freiwillig auf Vermögen verzichtet?
Wovon faselt die denn da?
Ich kenne nur Mütter, deren erster Antrag am Tag nach der Trennung der Antrag auf Unterhalt ist. Und ich kenne Mütter, die nach zwei Jahren Ehe dem blauäugigen Vater die Hälfte seines Vermögens abgreifen.
Außerdem kenne ich nur Mütter, die ihre Kinder missbrauchen, um nicht nur so viel Geld wie möglich aus dem Vater herauszupressen, sondern die eben diese Kinder dazu missbrauchen, fortgesetzt Dominanz, Macht und Kontrolle über den Vater auszuüben.
Und dann kenne ich die Mütter, die keiner einzigen Vereinbarung zustimmen und grundsätzlich Beschlüsse brauchen, um funktionieren zu können.
Und dann noch die Mütter, die jede Beratung oder Mediation dann abbrechen, wenn sie in die Pflicht genommen werden sollen und nicht nur der Vater ausgenommen werden soll wie eine erlegte Wildsau.
Aber ja, ich verstehe. Wer Bücher mit dem Titel
„Nimm dir endlich, was dir zusteht – und hör auf, dich dafür zu entschuldigen“
schreibt, der muss wohl so texten…
Und genau das ist das Problem. Nicht das Wechselmodell an sich, sondern die Instrumentalisierung des Wechselmodells. Das Wechselmodell wird zum Druckmittel, nicht, weil es automatisch gewählt werden würde, sondern weil das „Was, wenn doch…“ wie ein Damoklesschwert über Frauen schwebt.
Jetzt verkommt das Ganze zur reinen wirren Angstmache als Geschäftsmodell. Ohne jeden realistischen Hintergrund. Allein mit dem Impetus, das WECHSELMODELL zum Horrorkonstrukt für alle Mütter aufzublasen.
Und – ganz ehrlich – welche Mutter kann, wenn es um die eigenen Kinder geht, mit absoluter Überzeugung sagen: Das passiert sowieso niemals. Diese ganz kleinen Restzweifel reichen aus, um ganze Verhandlungen zu kippen. Und ehrlich: Solange Frauen aus Angst verhandeln, verlieren sie nicht erst vor Gericht, sie verlieren schon am Verhandlungstisch.
Nichts Neues mehr. Nur noch Bestätigung der bisherigen Analyse.
Natürlich können Anwälte alles tun, was rechtlich möglich ist, aber am Ende muss jede Frau selbst entscheiden, welches Risiko sie trägt. Und die Wahrheit ist: Die allermeisten Frauen entscheiden sich im Zweifel immer für ihre Kinder – und gleichzeitig zu ihren eigenen finanziellen Lasten. Und genau deswegen müssen wir über diese Machtspiele sprechen. Nicht, um Angst zu schüren, sondern, damit Frauen verstehen, was hier eigentlich WIRKLICH PASSIERT.
Gut ist jetzt.
Wir haben verstanden.
Die allermeisten Frauen
entscheiden sich im Zweifel
immer für ihre Kinder – und gleichzeitig
zu ihren eigenen finanziellen Lasten.
Das hängt ab sofort in meinem Büro.
Wenn ich das jeden Tag 10x lese, werde ich es irgendwann verinnerlicht haben und vielleicht sogar glauben?
Diesen Praxis-Check werde ich mutig wagen.