Ich beziehe mich auf einen Artikel im Stern vom 12.08.2015.
Ja, das ist schon 11 Jahre her. Das Problem ist nur, dass ich mich dafür interessierte, nachdem ich den aktuellen Bericht einer Verfahrensbeiständin gelesen hatte. Sie hat darin eine narzisstische und als Mutter höchst defizitäre Frau zu Lasten des Kindes in einer Art und Weise bevorzugt, die nur ideologisch begründet sein kann, weil jede fachliche Begründung gegen die Mutter ausfallen müsste.
Im Artikel aus dem Jahr 2015 kommt eben diese Verfahrensbeiständin zu Wort. Sie leitet ein Kriseninterventionsprogramm, in dem entgegen der vorher geübten Praxis des Jugendamtes nicht nur Mütter eingebunden werden, sondern auch Väter.
Das ist super. Und z.B. der folgende Satz ist ebenfalls super:
„Bisher hätten Jugendämter oft noch eine zu traditionelle Vorstellung von elterlicher Verantwortung, sagt Sozialpädagogin MS, die das Projekt leitet. In der Regel sei es bei gefährdeten Familien die Mutter, die beweisen müsse, dass sie sich kümmere. Der Vater dagegen gelte „nur als Besucher“. Das aber werde seiner zentralen Rolle in der Familie nicht gerecht. Denn Väter können auch diejenigen sein, die stabilisieren.“
Also, alles OK?
Mitnichten. Wie beim Haustürkauf muss man ALLES lesen, um zu erfahren, was Sache ist.
Titel des Artikels:
Hilfe für Eltern in der Krise
Klasse. Entwarnung?
Untertitel:
Damit Väter nicht zu Gewalttätern werden
Ach so – so läuft das?
Ja, so läuft das.
„Wenn Kinder misshandelt werden, ist ihr eigener Vater oft der Täter. Ein Projekt des Jugendamts Stuttgart will präventiv wirken – und Männer lehren, gute Väter zu sein.“
Das Projekt ist also für Väter gemacht. Warum? Weil der eigene Vater OFT der Täter ist.
Sie vermeiden, „meist“ zu schreiben. Sie schreiben „oft“. Dass die eigene Mutter noch öfter Täterin ist, wird totgeschwiegen.
Und:
„Drei Kinder sterben pro Woche“
Und der Stern führt zwei Beispiele für Täterschaft auf:
Einen Stiefvater und einen 26-jährigen Vater.
Dass die eigene Mutter in der überwiegenden Mehrzahl von Kindestötungen die Täterin ist, wird wieder totgeschwiegen.
Und wieder:
„Und oft sind es die Väter, von denen die Gewalt ausgeht.“
Der Artikel bringt ein Beispiel für die Kriseninterventionshilfe: Ein Paar aus Ex-Junkies, die ein Kind haben, das nach der Geburt erst einmal ein mehrwöchiges Drogenentzugsprogramm durchlaufen musste. Außerdem ist natürlich noch nicht klar, welche pränatalen Schädigungen des Kind durch den Drogen- und Medikamentenverbrauch der Mutter erlitten hat.
Die Leiterin des Programmes, MS, wird weiter zitiert:
„Gute Väter, sagt MS, müssten in der Lage sein, die Bedürfnisse ihres Kindes zu erkennen und die eigenen zurückzustellen. Väter müssten verstärkt als „Ressource“ für Kleinkinder gesehen werden, wenn die Mutter ausfällt, etwa weil sie schwer depressiv ist und nicht wahrnimmt, wie ihr Kind leidet.“
Aha, Väter müssen geschult werden, um die Mutter ersetzen zu können, aber erst dann, wenn diese ausfallen sollte, z.B. durch Depression.
Was ist mit der gewalttätigen Mutter? Was ist mit der für das Kind gefährlichen Mutter?
Was ist mit dem Vater, der nicht nur die Mutter ersetzen soll, sondern parallel zur Mutter das Kind gleichwertig miterziehen soll?
NICHTS dazu.
Erst jetzt wird deutlich, warum diese Projektleiterin 11 Jahre später eine destruktive Mutter gegen die Interessen des Kindes unterstützt, obwohl sie eigentlich dessen Interessen im Verfahren vertreten sollte.
Warum werden solche hoch defizitären Frauen immer noch in Verfahren bezahlt, obwohl sie unfähig sind, ihren Job zu machen? Obwohl sie den ihrem Schutz anvertrauten Kindern schaden?
Und es gibt Hunderte bis Tausende von solchen Verfahrensbeiständinnen:
Ideologiebeladen, mütterzentriert, kindeswohlschädlich, durch und durch destruktiv.