Die Argumentationskette
- Der Vater darf sein Kind nicht sehen.
- Der Vater ist verzweifelt.
- Die Verzweiflung beweist, dass mit dem Vater etwas nicht stimmt.
- Weil mit dem Vater etwas nicht stimmt, darf er sein Kind nur unter Aufsicht sehen.
- Die Aufhebung der Aufsicht setzt voraus, dass der Vater die Aufsicht akzeptiert.
- Die Akzeptanz der Aufsicht beweist nicht, dass sie unnötig ist.
- Die Ablehnung der Aufsicht beweist, dass sie nötig ist.
- Das Kind entfremdet sich währenddessen vom Vater.
- Die Entfremdung rechtfertigt weitere Einschränkungen.
Es gibt keinen Ausweg.
(Diese Argumentationskette ergibt sich logisch aus einem aktuellen Gutachten.)
Dieselbe Argumentationskette,
angewandt auf die These „Die Erde ist eine Scheibe“
- Die Observatorien werden geschlossen.
- Die Bevölkerung ist verunsichert.
- Kugeltheoretiker protestieren gegen die Schließung.
- Der Protest beweist ihre kognitive Rigidität und emotionale Instabilität.
- Die Observatorien dürfen nur noch unter Aufsicht betreten werden.
- Die Aufhebung der Aufsicht setzt voraus, dass die Kugeltheoretiker die Schließung akzeptieren.
- Wer die Schließung nicht akzeptiert, beweist, dass er die Aufsicht braucht.
- Wer sie akzeptiert, hat keinen Grund mehr, die Öffnung zu fordern.
- Die Bevölkerung entfremdet sich währenddessen von der Geographie.
- Die Entfremdung rechtfertigt die fortgesetzte Schließung.
Die Struktur ist identisch. Der einzige Unterschied: Bei der flachen Erde erkennt jeder die Absurdität.
Aber auch das ist unter Berücksichtigung des Faktors ZEIT relativ:
Vor 1000 Jahren war die Scheibe noch Realität.
Wann verlassen wir in der Familienrechtspraxis das Mittelalter?
(Mit DANK an Philip…)