Für FamilienrechtsanwältInnen gibt es verschiedene Geschäftsmodelle.
Wir sind zur Zeit damit beschäftigt, gegen diejenigen, die es dabei zu bunt treiben und offen kindeswohlschädlich, diskriminierend und menschenrechtswidrig agieren, angemessen zu reagieren.
Unter diesen sind auch ehemalige Bundestagsabgeordnete und Ausschussvorsitzende.
Eine Anwältin meinte, vom Wechselmodell bedrohten Müttern zu helfen, wäre ein gutes Geschäftsmodell und veröffentlichte auf ihrer Webseite entsprechende hilfreiche Hinweise:
„Ausweg 1: Räumliche Distanz schaffen. Ein Wechselmodell funktioniert nur, wenn die Eltern nicht zu weit auseinanderwohnen. Beim Wegzug (Fahrzeit mindestens 30 Minuten, noch besser eine Stunde) muss das Gericht sich für einen Elternteil entscheiden. Hier ist die Mutter oft im Vorteil (engere Bindung, mehr Zeit fürs Kind). Doch Vorsicht! Der Wegzug kann sanktioniert werden und das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind wird dem Vater zugesprochen.“
Ausweg 2: „Streit, aber nicht nur ein bisschen, sondern so richtig… Wer auf Harmonie macht, bereitet der Anordnung des paritätischen Wechselmodells den Boden. Deshalb: Streiten Sie sich über alles: Unterhalt, jeden Arztbesuch und alle Nichtigkeiten. Und ganz wichtig: Beleidigen Sie den (Ex)Partner aufs Übelste, aber bitte nicht nachweisbar. Er soll ausrasten, wenn er sie sieht (optimal: Eskalation vorm Richter). Und werfen Sie mit Dreck: Schwere Alkoholiker mit abartigen Neigungen sind nicht gut fürs Kind.“
Das alles ist nicht neu. Wir erleben das schließlich täglich in den Familiengerichtsräumen.
Dass diese beiden Punkte politisch bewusst als Fehlanreize in die deutsche Familienrechtspraxis eingebaut wurden, um das mütterzentrierte Residenzmodell in Deutschland weiterhin zu garantieren, ist schließlich ein schon längst von uns formuliertes Faktum.
Dass mit einer solchen Anstiftung zum Kindesmissbrauch aber offen Werbung gemacht wird, zeigt die Dimension der in Deutschland grassierenden Praxis.
Wie die Staatsanwaltschaften mit Anzeigen dagegen umgehen werden, wird spannend von uns erwartet.
Schon einmal wurde eine Anwältin dabei entlarvt, wie sie schmutzige Tricks in einer „Fortbildungsveranstaltung des VAMV“ weitergegeben hat, was Konsequenzen bis ins Münchener Stadtparlament schaffte.
Schon seit 10 Jahren gibt es das Buch „die Schmutzigsten Scheidungstricks“, das die täglichen Schweinereien offen benennt.
Seit Jahren warten wir alle auf die Veröffentlichung der Ergebnisse der PETRA-Studie.
Diese ist inzwischen fertig, wird aber von den SPD-geführten Ministerien (Familie=Frauen und Justiz) unter Verschluss gehalten.
Dass das BMaaM (Bundesministerium für alle außer Männer) während der laufenden Studie machtpolitisch unter Umgehung des wissenschaftlichen Beirats der Studie ins Studiendesign eingegriffen hat, um Mütter zu bevorzugen, zeigt deutlich, was in unserem Land abläuft.
Die öffentliche Ausstrahlung der Erörterung zum Wechselmodell-Antrag der FDP im Bundestag am 15.03.2018 zeigte dem Wahlvolk deutlich, wie die Leute ticken, denen wir die Verantwortung für das politische Handeln übertragen haben.
Und all das hier Aufgeführte macht deutlich, was familienpolitisch und familienrechtspraktisch in unserem Land so abgrundtief miserabel abläuft.
Es ist spannend und darüber hinaus ernüchternd und desillusionisierend, mit welchen Widerwärtigkeiten deutsche Politik funktioniert.
Die Antwort kann bei der nächsten Wahl erfolgen…
