Lissabon – 03. – 06.12.2025

Ursprünglich war geplant, diese Konferenz in Brasilien abzuhalten. Doch nationale Konflikte, die auch potentielle Veranstalter betrafen, verhinderten eine verlässliche Planung. Außerdem wäre diese Konferenz für uns nicht nur teuer geworden, sondern hätte auch – der Sicherheitslage in Brasilien geschuldet – einige Vorsichtsmaßnahmen erfordert. Hinzu kommt die ideologische Situation in Brasilien, in der zur Zeit die reaktionäre radikalfeministische Front wieder Boden gewinnt.
In dieser Situation hat sich eine bewährte Veranstaltungsorganisation mit einer ganzen Reihe von erfolgreich veranstalteten Kongressen angeboten, die auch in der Lage war, in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit die dazu nötige Organisation zu leisten.
Wie immer wurde die Fleißarbeit von nur wenigen einzelnen Personen geleistet, die über mehrere Monate täglich eingebunden waren.
Wie immer bei Konferenzen des ICSP, flogen wir schon einige Tage zuvor und checkten für 10 Tage im Hotel ein, um noch zwei volle Tage vor dem Start der Konferenz dringend zu erledigende Aufgaben vor Ort abarbeiten zu können.
So hatten wir auch die Gelegenheit, noch ein wenig von der Stadt sehen zu können, die U-Bahn kennenzulernen und zu erfahren, warum das Taxi – besonders für 2-4 Personen – in Lissabon eine gute Alternative zum ÖPNV ist.
Lissabon ist die einzige europäische Hauptstadt, in der der Flughafen mitten in der Stadt liegt. Man lebt also mit den niedrig fliegenden Maschinen.

Das bietet aber auch den Reiz, dass man bei Landung und Start bei gutem Wetter schon eine Stadtbesichtigung mitgeliefert bekommt.

Lissabon hat in der Kernstadt etwa 0,6 Millionen und mit den Randbereichen knapp 3 Millionen Einwohner.
Die Stadt liegt an einer weiten Meeresbucht und schließt 7 größere Anhöhen bis 250m Höhe plus weitere Anhöhen mit ein, was zu einer interessanten Gliederung der Stadt führt.

Die Stadt allein ist einen längeren Aufenthalt wert.
Wir konnten nur kleine Fenster in die gebotenen Attraktionen nutzen.

In den Gassen der Altstadt, am Hang angelegt

Konferenz-Dinner in einem alten, maurisch inspirierten Palast

Abendessen in einem der unzähligen Restaurants
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Der 3-tägige internationale Kongress fand in der juristischen Fakultät der Universität von Lissabon statt. An diesen wurde aber ein eintägiger nationaler Kongress (mit internationaler Beteiligung) in einem anderen Institut der Universität angegliedert.
Über 100 ReferentInnen aus über 23 Nationen – zu zwei Dritteln Frauen – boten ein immens vielfältiges Programm für 250 Teilnehmer aus 37 Ländern, das teilweise in bis zu 4 Räumen gleichzeitig abgehalten wurde, um die Fülle der Angebote unterbringen zu können. Es zeigte sich, dass Shared Parenting ein Thema ist, das international nicht nur heftig diskutiert wird, sondern das höchste Relevanz in der Betreuungsrealität nach einer Trennung der Eltern in vielen Staaten dieser Welt hat. Der restriktive, politisch in Deutschland eingeschränkte Blick auf das Thema hat international keine Bedeutung. Er zeigt nur die nicht ernst zu nehmende Arbeitsweise einer Politik in Deutschland, der es nicht gelingt, die Grundbedürfnisse der Bevölkerung kompetent zu organisieren.

Für mich interessant war die Vorstellung der „European Shared Parenting Map“, die angelehnt ist an die Shared Parenting Map aus den verschiedenen Staaten der USA. Sie ist in einem vorläufigen Status, muss noch durch fehlende Länder ergänzt werden und zeigt bisher nur den durch die Gesetzgebung abgesteckten Rahmen, aber nicht die Realität der Rechtspraxis.

Dass Deutschland und Spanien zu den Ländern in Europa mit den miesesten Bedingungen gehören, ist aber ablesbar.
Es wird spannend werden, wie sich diese Darstellung noch entwickeln wird. Sie wird später auch auf der Seite twohomes.org abrufbar sein.
Eine kleine Gruppe Brasilianerinnen stellten die Betonfeministinnen-Fraktion dar, spielte aber keine Rolle im Kongressablauf.
Die Organisation eines Gruppenfotos stellt bei einer mehrtägigen Konferenz immer eine Herausforderung dar und liefert immer ein Zufallsergebnis.
Am späten Nachmittag des 05.12. kam es zum folgenden Foto auf der Treppe zur juristischen Fakultät.

Impressionen









Natürlich wurde die Stadt der nächsten Internationalen Konferenz schon diskutiert.
Und es scheint eine Option zu geben, die uns in Europa rund 10.000 Euro für die Simultanübersetzung ersparen könnte…
By the way…
In Lissabon erreichte uns eine Anfrage einer Katarina Machmer von der Kölner Stadtrevue.
Sie beschuldigte uns rüde und ungehobelt, benutzte Beschimpfungen und setzte eine kurze Frist für eine Antwort.
Weil ich diese Form von feministischem Journalismus kenne, reagierte ich mit diesem Artikel:
https://vater.franzjoerg.de/fake-produktion-live/
Am 23.12.2025 war nun der angekündigte Artikel online.
Kölner Stadtrevue: RECHTE VÄTER
Das war eine Steilvorlage, auf die ich noch am selben Tag reagierte:
https://vater.franzjoerg.de/fakeproduktion-live-2/
Und weil das Ganze so plakativ war, schob ich noch einen Artikel nach, der die Mobbingaktionen zusammenfasst, in ihrer gewaltorientierten Absicht erkennbar macht und auch mit der Übersetzung international publik gemacht werden kann:
https://vater.franzjoerg.de/politisches-mobbing/