Fallbeispiel 1 Die syrisch-stämmige Frau einer deutschen Akademikerfamilie (Ärztin, Rechtsanwalt) stellt im Alter von 40 Jahren fest, dass sie alles erreicht hat – nur dass sie bisher kinderlos geblieben ist. Und sie macht Druck. Sie will alles machen, was möglich ist, um Mutter zu werden. Also fliegt sie mit ihrem Mann nach Mallorca, um in einer Fertilitätsklinik darüber informiert zu werden, was möglich ist und was sie nutzen könnte. Schnell ist klar: Ihr können mit dem Samen ihres Mannes befruchtete Spenderinnen-Eizellen einer spanischen Frau eingesetzt werden, die sie dann austrägt. Ich kenne den Mann. Sein Anteil ist nachvollziehbar: Das Kind/die Kinder werden seine genetischen Kinder sein. Aber der Frau ist absolut nicht klar, was sie da machen wird: Das Kind/die Kinder werden nicht ihre genetischen Kinder sein. Sie ist die Leihmutter ihrer eigenen Kinder. Was dabei rauskommt, ist im besten Sinne der Inhalt eines Überraschungs-Ei‘s. Niemand weiß, ob die Frau, von der die Eizelle stammt, aus einer Suchtfamilie, einer Krebsfamilie, aus einer Familie mit Herzkrankheiten, einer sozial absolut prekären Familie oder aus einer Psychofamilie kommt. Die Eizellspenderin war wohl auf das Zubrot aus der Spende finanziell angewiesen… Bei der Akademikerfamilie ist inzwischen mehr klar geworden: Eine der beiden 9-jährigen … Überraschungs-Eier weiterlesen
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