Strukturelle Diskriminierung durch die Polizei

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Strukturelle Diskriminierung durch die Polizei

  In einem Entführungsfall entzog eine Mutter die beiden Kleinkinder im Alter von 18 und 6 Monaten vor einem Jahr auf 700 km nach Kiel. Der Vater konnte gerichtlich jede ...

 

In einem Entführungsfall entzog eine Mutter die beiden Kleinkinder im Alter von 18 und 6 Monaten vor einem Jahr auf 700 km nach Kiel.

Der Vater konnte gerichtlich jede zweite Woche Betreuungszeit aushandeln, was er allerdings auf seine Kosten zu leisten hat. Die Großeltern väterlicherseits haben seither die Kinder nicht mehr gesehen.

Als der Vater jetzt endlich auch von der Mutter unbegleitete Betreuungszeit zugesprochen bekam, kam seine Mutter ebenfalls 700 km weit angereist, um ihre beiden Enkel endlich zu sehen.

Die Grausamkeit der Mutter, die durch die Entführungsaktion deutlich wird, erfuhr jetzt eine Steigerung.

30.05.2017

Um ca. 10:30 Uhr erhalte ich während meiner Betreuungszeit eine Nachricht per WhatsApp der Mutter der Kinder: „Kommst du bitte mal raus“. Ich ignoriere die Nachricht.

Wenige Minuten später öffnet plötzlich die Mutter lächelnd aber sichtbar angespannt die Tür zum Gruppenraum, wo auch alle anderen Mütter mit Kindern sowie der Gruppenleiter anwesend sind und fordert mich und meine Mutter energisch auf, sofort herauszukommen, draußen warte die Polizei auf uns. Als wir nicht sofort reagieren, sagt sie dies nochmals sehr fordernd und aggressiv. Sie betritt daraufhin den Gruppenraum, schnappt sich dem kleinen Jungen vor den Augen aller anwesenden Kinder, Mütter und Väter sowie des Gruppenleiters und verlässt den Raum. Vor allem die kleine Schwester beobachtet die Szene ganz genau, da sie ihre Mama von Anfang an erkennt. Sie erschrickt sehr vor deren Auftritt und dem plötzlichen Abgang ihrer Mama und fängt panisch an zu schreien und zu weinen und will sich nicht mehr beruhigen lassen. Nun geht der Gruppenleiter nach draußen, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen.

Ich verlasse ebenfalls mit der Kleinen den Raum, um sie auf dem Flur etwas zu beruhigen. Der Gruppenleiter kommt zurück und sagt, dass draußen Polizeibeamte seien, die mit mir sprechen wollten. Ich erwidere, dass ich nicht ohne Weiteres nach draußen gehen werde, sondern dass die Beamten doch hereinkommen können, wenn es etwas zu besprechen gäbe. Für mich bedeute dies eine ungerechtfertigte Störung meiner gerichtlich festgelegten Betreuungszeit mit den Kindern. Außerdem kann ich im Rückblick feststellen, dass ich schließlich extra 700km weit angefahren und mir auch sicher bin, keine von mir zu verantwortende Straftat begangen zu haben. Und für die Therapierung einer psychisch auffälligen Mutter bin ich nicht zuständig.

Der Gruppenleiter teilt dies den Beamten mit, worauf diese schließlich den Vorraum des Gebäudes betreten. Auch die Mutter kommt herein und nimmt mir im Beisein der Beamten während meiner Betreuungszeit die Kleine aus dem Arm.

Der Gruppenleiter öffnet den Beamten und mir direkt nebenan ein Zimmer, welches ich mit den Beamten betrete. Als meine Mutter mitkommen will, wird sie vom Polizeibeamten scharf darauf verwiesen, draußen zu bleiben. Dieser Ton einer Oma während der Umgangszeit gegenüber ist nicht angebracht und zeigt die falsche Einstellung der Polizei, wenn ein ungerechtfertigter Vorwurf einer Mutter gegen einen Vater vorliegt. Sowohl der Vater als auch dessen Umfeld werden im Folgenden diskriminiert.

Der Beamte schließt die Türe des Nebenraumes und fängt das Gespräch damit an, dass er schildert, dass die Mutter der beiden Kinder sie gerufen habe und klar sei, dass ich lt. richterlichem Beschluss ein Umgangsrecht habe, so auch zum jetzigen Zeitpunkt. Allerdings habe die Mutter angeführt, dass aktuell ein Umgangsausschluss bezüglich der Großmutter „in Bearbeitung“ sei bzw. ein entsprechender Antrag eingereicht sei. Ich stelle klar, dass ich davon nichts wisse. Auch behaupte die Mutter, so der Beamte weiter, es habe mit dem Richter diesbezüglich bereits ein entsprechendes Gespräch gegeben. Ich entgegne, dass ich auch davon nichts wisse.

Meine Mutter betritt den Raum und teilt mit, dass sie gerade von der Mutter der Kinder aufs Übelste beschimpft wurde. Die Beamten verweisen sie ein weiteres Mal des Raumes und sagen, dass das später geklärt werden könne. Die Beamten bestätigen, dass die Mutter ihre Aussagen bisher nicht schriftlich belegen konnte und sie auf die mündlichen Aussagen daher keine Rücksicht nehmen können, dies hätten sie ihr auch bereits erklärt. Warum sie diesen Einsatz trotzdem gewagt hatten, erklären sie nicht.

Ich bitte darum, kurz aus meiner Sicht etwas zur Situation sagen zu dürfen und erkläre, dass die Mutter der Kinder aktuell in meinen Rechtsraum eindringt, da ich laut familiengerichtlichem Beschluss die ungestörte und von der Mutter unbeeinflusste Betreuung der Kinder zu übernehmen habe. Ich schildere, dass ich über 700 km aus Bruchsal angereist sei, um Umgang mit meinen Kindern haben zu dürfen, dass ich aber momentan aufgrund dieser Störung leider meine Kinder nicht sehen könne. Die Beamten signalisieren Verständnis und bitten mich, ruhig zu bleiben, wenn wir dies nun mit der Mutter draußen zu klären versuchen.

Ich weise darauf hin, dass ich mit dem Jungen noch bis 13:00 Uhr Umgangszeit habe und ich ihn daher gerne weiter betreuen möchte. Der Beamte schlägt vor, dass wir das Kind selbst entscheiden lassen sollten, bei wem es jetzt in dieser Situation bleiben möchte. Ich erkläre mich mit dieser bizarren Regelung einverstanden, obwohl damit faktisch von dem Polizeibeamten der Gerichtsbeschluss außer Kraft gesetzt wurde.

Die Beamten und ich verlassen gemeinsam das Gebäude, die Mutter wartet draußen im Eingangsbereich. Die Kinder sind im Kinderwagen, der Junge ruft sofort „Papa“ und streckt mir die Arme entgegen. Ich wende mich ihm zu und nehme ihn aus dem Wagen, als die Mutter sich sofort zu mir umdreht und mir schimpfend das Kind aus dem Arm reißt und diesen unsanft wieder in den Kinderwagen setzt. Beide Kinder erschrecken so sehr, dass sie vor Angst panisch schreien und weinen. Ich gehe gleich einen Schritt zurück in die Hocke und versuche, auf die Kinder beruhigend einzuwirken.

Der Beamte rügt die Mutter scharf wegen dieser Aktion, sagt, er habe selbst Kinder und er wolle solch eine Aktion nicht noch einmal sehen. Die Mutter fängt an, zu argumentieren, was der Umgangspfleger angeblich gesagt habe und dass ich diesen sofort anrufen solle. Nun rügt die Beamtin die Mutter scharf, sie solle aufhören, ständig damit zu argumentieren, wer was angeblich gesagt habe, dies sei nicht relevant.

Während einer kurzen Atempause sagt mein Sohn „Papa, tragen“. Ich wende mich sofort dem Beamten zu und frage: „Haben Sie´s gehört?“ Der Beamte nickt und ich nehme das Kind aus dem Wagen auf meinen Arm. Er ist zufrieden und die Mutter greift diesmal nicht ein. Ich frage darauf den Beamten, ob ich mit dem Kind nun wieder ins Gebäude gehen könne, er bejaht.

Im Gebäude treffe ich wieder auf meine Mutter und wir entfernen uns innerhalb des Gebäudes schnell vom Ort des Geschehens, finden etwas zum Spielen, damit der Kleine sich ablenken kann und warten ab. Als wir ca. 20 Min. später das Gebäude verlassen wollen, stellen wir fest, dass die Mutter ins Gebäude gekommen ist und im Flur, vor dem Gruppenraum, mit den anderen Eltern aus der Krabbelgruppe immer noch diskutiert.

 

Als Sohn des letzten Wagnermeisters im deutschen Südwesten 1948 geboren. Abitur nach 2 Kurzschuljahren 1966 - und damit mit dem Vorteil versehen, als geborener Handwerker und Bauer den Weg zu den Qualifikationen eines Akademikers beschritten zu haben. Studium an der PH Karlsruhe bis zum Realschullehrer mit Hauptfach Musik. Lehrer an den Realschulen in Rastatt, Baden-Baden, Karlsruhe-Durlach, Bretten, Pfinztal-Berghausen und wieder Baden-Baden. Pensioniert 2012. Höhlenforscher und Höhlentaucher seit den 70er Jahren mit internationalen Expeditionen und Neuforschungen. Musiker in den Sparten Tanzmusik, Folklore, Rock, Jazz und Musik des Mittelalters und der Renaissance auf verschiedenen Instrumenten (Tasteninstrumente, quintgestimmte Zupfinstrumente, Schlagzeug, Pauken u.a.) Inhaber des wohl umfassendsten Ensembles zur Geschichte des Wagnerhandwerks im deutschsprachigen Raum.