Projekt „Elternkompetenz“ im VAfK Karlsruhe

0 Teilen59

Projekt „Elternkompetenz“ im VAfK Karlsruhe

Projektbeschreibung Franzjörg Krieg Schon im Jahr 2014 hatten wir uns im Rahmen eines erweiterten Vorstandes Gedanken zur Vereinsentwicklung gemacht, die aber damals in der U ...

Projektbeschreibung

Franzjörg Krieg

Schon im Jahr 2014 hatten wir uns im Rahmen eines erweiterten Vorstandes Gedanken zur Vereinsentwicklung gemacht, die aber damals in der Umsetzung scheiterten.

Inzwischen sind wir ein gutes Stück weiter gekommen:

Es gibt eine IT-Gruppe, die konkret an der Arbeit ist, meine seit vielen Jahren bestehende Vision einer servergestützten Fallbearbeitung in die Tat umzusetzen. Meine seit Gründung des VAfK konsequent betriebene Dokumentation aller Abläufe im Verein und in der Beratung liefert eine Basis für eine komplett durchstrukturierte Umsetzung aller Leistungen aus der selbsthilfegebundenen Ehrenamtsarbeit heraus in die Erledigung durch eine professionalisierte Organisation.

 

Mein erstes Coaching-Seminar am 19.02.2017 in Ravensburg führte zur Gründung der IT-Gruppe, die inzwischen erste Ergebnisse lieferte. Die Aufgabe besteht darin,

  • die Fallsammlung mit rund 2500 Fällen in eine Datenbank einzuarbeiten,
  • das gesamte Fallmanagement von der Erstberatung bis zur Beistandstätigkeit in ein mailbasiertes System einzubinden, das die Dokumentation, die vorher per Hand in jedem Einzelfall geleistet wurde, automatisiert und
  • die Dokumentation in eine umfassende Statistik münden zu lassen.

 

Mein zweites Coaching-Seminar vom 20.05.2017 im Bereich Karlsruhe führte zur Gründung des Projektes „Vereinsentwicklung“, das sich die Aufgabe stellte, die Arbeit, die seit 15 Jahren von mir geleistet wird und die Struktur, die ich dabei geschaffen habe, so durch eine Geschäftsstelle leisten zu lassen, dass ich für übergeordnete Tätigkeiten wie Beistandsleistungen, Referententätigkeit, politische Aufgaben und für die Verbreitung meines Wissens frei werde.

Es wurde wohl verstanden, dass ich mir nach 15 Jahren intensivster Arbeit an der Schwelle zu meinem 8. Lebensjahrzehnt die weitere Eskalation der Arbeit nicht mehr zumuten darf und dass endlich eine Lösung dafür gefunden werden muss, mich zu entlasten, aber meine Wirksamkeit zu erhalten bzw. noch zu erhöhen.

Die Projektgruppe „Vereinsentwicklung“ besteht seit dem Seminar am 20.05.2017 aus 14 Mitgliedern (von 25 am Seminar beteiligten Personen), denen ich noch die drei im IT-Projekt arbeitenden Personen zuordnen werde.

Dass diese Anstrengung durchaus ernst gemeint ist, zeigte sich unter anderem darin, dass diese ersten Mitglieder sich spontan schon im Rahmen der initialen Erörterung im Seminar zu einer monatlichen Spende von insgesamt 388 Euro verpflichteten. Dabei reicht die Spendenverpflichtung von 8 Euro bis zu 100 Euro monatlich.

Die im Rahmen des Projektes generierten Spenden werden ausschließlich für die durch die Projektgruppe definierten Ziele ausgegeben und werden auch entsprechend zweckgebunden zur Verfügung gestellt.

Das Inkasso ist vom Beitragsinkasso abgekoppelt und wird im Rahmen der Kassenführung im Vorstand des VAfK Karlsruhe erledigt. Spendenbescheinigungen sind möglich.

Ein Crowdfunding, das durch das Projekt durchgeführt wird, wird weitere Spenden generieren.

Eine erste und auch sofort umsetzbare Aufgabe besteht darin, noch ohne feste Geschäftsstelle Arbeiten, die bisher von mir erledigt wurden, durch stundenweise bezahlte Kurzzeitarbeitskräfte erledigen zu lassen. Diese bestehen in:

  • Erstfallbearbeitung
  • Mitgliederführung
  • Dokumentation im Fallmanagement
  • Archivierung von Artikeln, Aufsätzen, Beschlüssen, etc.
  • Übernahme von bestimmten Einstellungen auf der HP
  • Dokumentation der Vereinsleistung

Es könnten mit diesen Arbeiten Vereinsmitglieder beauftragt werden, die einerseits Einsicht in die Abläufe um Trennung und Scheidung haben, weil sie selbst betroffen sind und andererseits durch eben diese Abläufe beruflich, gesellschaftlich und gesundheitlich aus dem Voll-Erwerbsbetrieb ausgefallen sind.

Eine weitere Aufgabe der Projektgruppe besteht darin, im Bereich Karlsruhe eine geeignete Immobilie zu finden.

Ideal wäre ein derzeit nicht genutzter Industriekomplex mit

  • Büro
  • Archiv
  • 2 Besprechungsräumen
  • Küche
  • Veranstaltungsraum mit einer Kapazität von etwa 100 Personen
  • Garage und Lager
  • Parkraum

Damit wäre auch die Grundlage dafür geschaffen, als zukünftiger Träger der Freien Jugendhilfe Leistungen anbieten zu können wie Begleiteter Umgang, Spieletreff, Beratung, Mediation, Umgangspflegeleistungen, etc.

Gerade im Bereich der mittelständischen Industrie (in Familienbesitz) dürften sich in eine Stiftung eingebundene Immobilien für diesen Zweck finden lassen.

In dieses Projekt münden damit Ideen ein, die schon seit Jahren bestehen und endlich eine Umsetzung erfahren.

Gerade in Karlsruhe konnten wir nie damit rechnen, auf kommunalpolitischer Ebene auf Verständnis, Kooperation und Unterstützung hoffen zu können. Wir machen deshalb konsequent damit weiter, eigene unabhängige Wege zu gehen, damit zunehmend und nachhaltig erfolgreich zu sein, für die Öffentlichkeit in Vorleistung zu gehen, um danach die Stadt im Rahmen eines erfolgreichen und nachhaltigen Konzeptes in die Pflicht zu nehmen.

Die bisher von uns für die Öffentlichkeit erbrachten und der Stadt gesponsorten Leistungen haben einen Subventionswert von mindestens 500.000 Euro.

Wir bezahlen sogar seit Bestehen des Vereins Miete für den Raum, in dem wir unser wöchentliches Beratungsangebot für die Öffentlichkeit abhalten mit bisher insgesamt rund 10.000 Euro.

Dies ist – nüchtern gesehen – eine Ungeheuerlichkeit, aber für die Situation von Frauenförderung in Karlsruhe programmatisch.

Wenn diese ideologischen Hürden im kommunalpolitischen Ablauf überwunden sind, werden wir sicher zu einer fruchtbaren und an den Bedürfnissen der Bürgerschaft orientierten Kooperation mit der Stadt finden, die bisher absonderlich anmutende Eigentümlichkeiten überwindet und unsere bisher rein ehrenamtlichen Leistungen auf hohem professionellen Niveau in einen neuen Kontext stellt.