PETRA-Studie

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PETRA-Studie

  An das BMFSFJ An BMin Schwesig   PETRA-Studie   Sehr geehrte Frau Bundesministerin Schwesig,   ich verfolge als aktiver Berater im VAf ...

 

An das BMFSFJ

An BMin Schwesig

 

PETRA-Studie

 

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Schwesig,

 

ich verfolge als aktiver Berater im VAfK und als Mitglied der Professionen (Verfahrensbeistand und Umgangspfleger) seit der Ankündigung zur neuen Studie die Abläufe sehr interessiert.

Über das Internet konnte ich mit an der Studie Teilnehmenden Kontakt aufnehmen.

 

Mir zeigt sich folgendes Bild:

Nach anfänglich positivem Eindruck, sowohl, was das Format und das Design der Studie anbetraf, als auch in Bezug auf Wissenschaftlichkeit, Motivation und Methodik des durchführenden Instituts, stellte ich während der laufenden Studie irritierende Änderungen im Studiendesign fest, die sowohl die Anforderungen an die Teilnehmenden als auch Details wie konkrete Formulierung der Einzelfragen betreffen.

Nachforschungen meinerseits ergaben keinen Hinweis darauf, dass es unter Einbindung des wissenschaftlichen Beirates eine „offizielle“ Korrektur im Studiendesign gegeben hätte.

 

Es liegt der Eindruck nahe, dass einseitig orientierte Lobbyinteressen das BMFSFJ dazu bringen konnten, gezielt Partikularinteressen dienend machtpolitisch und ohne Einbindung wissenschaftlicher Steuerelemente ins Studiendesign einzugreifen.

Eine solche Vorgehensweise würde

– die Wissenschaftlichkeit der gesamten Studie demontieren

– den wissenschaftlichen Beirat zur politischen Marionette abqualifizieren

– das durchführende Institut nötigen, als abhängig durchführende Organisation ihre eigene Wissenschaftlichkeit zu opfern

– das gesamte Studienergebnis schon im Ansatz disqualifizieren

– und schließlich unsere Steuergelder verschwenden.

Ich bin tief besorgt angesichts dieses Eindrucks, den ich auf der Basis der mir vorliegenden Erkenntnisse haben muss und hoffe, dass Sie in der Lage sein können, meine ernsten Befürchtungen zu zerstreuen.

Eine Publikation von Studien-Ergebnissen, die begleitet sein müsste von meinen bisher vorliegenden Befürchtungen, würde den Glauben vieler Bürgerinnen und Bürger in die Integrität von Politik und der Handelnden im Wahljahr weiter tief erschüttern.

 

In ernster Besorgnis grüßt

Franzjörg Krieg

 

Eine Antwort dazu erfolgte bisher nicht.