Märchen Väterfreundlichkeit

 

Am 21.12.2015 erschien in der „Freien Presse“ unter der Überschrift „Kampf ums Kind“ die Gegenüberstellung von Aussagen von Barbara Thieme, Mütterlobby, und Markus Witt, Väteraufbruch für Kinder.

Zunächst ist erhellend, die Namen der beiden Organisationen zu vergleichen. „Mütterlobby“ ist deutlich. Es geht um die egoistische Interessenvertretung von Müttern. „Väteraufbruch für Kinder“ macht jedoch deutlich, dass es eben nicht um die egoistische Interessenvertretung von Vätern geht. Es heißt ja nicht „Väteraufbruch für Väter“. Die Positionierung ist deutlich an Kindern orientiert.

Diese deutliche Interessenvertretung für Kinder ist das Alleinstellungsmerkmal des Väteraufbruch für Kinder. Die meisten Mütter-Organisationen machen schon im Namen deutlich, dass es um erwachsenenorientierte Interessenvertretung geht. Auch der VAMV (Verband alleinerziehender Mütter und einiger Alibi- Väter) positioniert sich im Titel nicht deutlich für die Interessen von Kindern.

Den meisten Mütterorganisationen ist gemeinsam, dass sie ausschließlich mit dem „Kindeswohl“ ihre Egoismen adeln wollen und deshalb damit argumentieren.

Ihr Handeln ist aber – wie im Namen schon ersichtlich – egozentrisch orientiert.

 

Ich habe mir die Mühe gemacht, Aussagen von Barbara Thieme von der „Mütterlobby“ näher zu beleuchten.

 

Ein Interview stammt vom 21.12.2015 und erschien in der „Freien Presse“.

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Der-Kampf-ums-Kind-artikel9388969.php

Aussagen von Barbara Thieme:

„Väter, die ihre Kinder zu sich holen wollen, haben heute die besten Karten dafür. Ich kenne viele Fälle, in denen Müttern die Kinder entzogen werden und die dadurch erheblich traumatisiert werden.“
„Doch einem bestimmten Typ von Vätern geht es nur um Macht und Kontrolle über die Familie und die Kinder.“
Dieser Typ Vater sagt es sogar: „Wenn du dich trennst, nehme ich dir alles, auch dein Kind“ – leider wird diese Form psychischer Gewalt häufig übersehen.“

Damit übernimmt Frau Thieme unsere seit über einem Viertel Jahrhundert geäußerten Aussagen und dreht sie nur um.

Ich publiziere seit vielen Jahren meine Überzeugung, dass die Klage von Vätern in unserer profeministischen Gesellschaft niemand interessiert. Wir haben Jahrzehnte lang geklagt und (fast) nichts hat sich verändert.
Wir müssen deshalb warten, bis die Instrumente, die Frauen gegen Männer installiert haben, als Kollateralschaden auch Mütter treffen. Deren Klage wird gehört werden.
Erst danach können wir erläutern, dass das, worüber Mütter sich inzwischen aufregen, uns schon seit Jahrzehnten zugemutet wird.

Wir Väter ertragen schon seit Jahrzehnten, dass uns von den Müttern unsere Kinder entzogen werden.
Wir Väter ertragen schon seit Jahrzehnten, dass die Mutter über das Kind Macht und Kontrolle über uns ausübt.
Wir Väter ertragen schon seit Jahrzehnten, dass die Mutter nicht nur psychische Gewalt über uns ausübt, sondern dass sie das auch tut, was sie androht. Und dass sie dabei von einer Heerschar von Helferinnen unterstützt wird, die aus den Steuergeldern finanziert werden, die wir erarbeitet haben.

Wenn jetzt erkannt wird, dass Mütter leiden, wenn ihnen das Kind genommen wird – erst dann wird Verständnis dafür geweckt, dass auch Väter darunter leiden könnten, wenn ihnen das Kind genommen wird.

Wir kennen die Macht und die Kontrolle, die Mütter über Väter ausüben. Und wir kennen sie seit Jahrzehnten und in inzwischen Hunderttausenden von Fällen.

Wir wissen, wie die Mutter, die das Kind in Geiselhaft hält, reagiert, wenn der Vater eine neue Beziehung wagt oder wenn es in dieser Folgebeziehung gar zu einem weiteren Kind kommt. Wir kennen auch die Reaktionen von Müttern, wenn der Vater ihre diktatorischen Vorgaben nicht wertschätzt.

Wir wissen, mit welchen Tricks Mütter versuchen, mehr Geld für sich zu erschleichen als ihnen zusteht und damit den Vater unter Druck setzen. Sozialhilfebetrug ist bei diesen Machenschaften noch das kleinste Kavaliersdelikt.

Erst in der letzten Woche erlebte ich den Fall einer Parade-Boykott-Mutter, die ihren Anwalt im Umgangsverfahren erklären ließ, dass der Mann, der zur Zeit „ab und zu bei ihr ist“, nicht ihr Partner ist, sondern nur ein Freund, den sie seit 15 Jahren kennt und der ihr „in dieser schwierigen Zeit beisteht“. Sie erklärte dabei nicht, warum das Kind inzwischen diesen „guten Freund“ „Papa“ nennt, warum sie ständig sein Auto fährt und warum sie mit ihm 3 Wochen in diesem Auto in Urlaub fährt. Natürlich geht es ausschließlich darum, dass sie – obwohl sie in einer neuen Beziehung lebt – noch alle Sozialhilfeleistungen als alleinerziehende Mutter abzockt.

Das Argument mit der „Macht und Kontrolle“ wird aber erst erkannt, wenn es Mütter trifft. Und je lauter diese damit argumentieren, desto schneller wird erkannt werden, was wir mit unserer Gegenwehr gegen Macht- und Kontroll-Strukturen von Müttern gemeint haben.

Leider funktioniert ein profeministisches System so schwerfällig und unlogisch – ideologisch eben.

Und da hat Frau Thieme Recht, wenn sie äußert:
Sachverstand muss über Ideologie siegen.

Ich kann ihr in dieser Hinsicht nur uneingeschränkt beipflichten!

 

In der Brigitte vom 20.07.2016 kommt Frau Thieme wiederum unter der Überschrift
„Der Vater entfremdet das Kind“
zu Wort.

 „Einem bestimmten Typ Vater, dem es mehr um seine verletzten Gefühle und um Macht als um sein Kind geht, hat der Gesetzgeber mit dem gemeinsamen Sorgerecht eine Waffe in die Hand gegeben, um der Mutter das Kind zu entziehen und zu entfremden.“

 Eine solche Äußerung kann nur eine Frau von sich geben, die meint, dass Kinder immer zur Mutter gehören würden und dass die dazugehörigen Väter danach nur noch für deren Bedürfnisse zu arbeiten und zu existieren hätten.

Ich habe das schon immer als eine Orientierung von Mutterschaft an Prostitutionsstrukturen bezeichnet – in diesem Fall sogar unter Organisation und Protektion des Staates.

Wenn aber Eltern beide als verantwortliche Erwachsene behandelt werden, die beide jeweils für sich selbst und für ihr Verhalten verantwortlich sind, und wenn Kinder als Kinder von ZWEI Eltern (immer eine Mutter und ein Vater) gesehen werden, die ein natürliches Recht auf BEIDE Elternteile haben, dann muss eine rein mütterzentrierte Haltung als menschenrechtswidrig erkannt und endlich auch dagegen vorgegangen werden.

Sie beobachtet eine „deutliche Pro-Väter-Ideologie im Familiengerichtssystem“: Es gehe mehr und mehr um die Interessen der Männer und weniger um das Wohl von Kindern und Müttern.

Nein, es geht eben nicht zunehmend um die Interessen von Männern, in diesem Fall von Vätern (warum „Mütter“ und „Männer“ – um die Vaterfunktion zu ignorieren?).

Es geht darum, dass egomanes Verhalten von Müttern nicht mehr in jedem Fall hingenommen oder gar unterstützt wird.
Hin und wieder wird einer Mutter klar gemacht, dass sie das Kind eben nicht benutzen darf, um allein ihren Befindlichkeiten zu dienen.

Es ist keine „Pro-Väter-Ideologie“, wenn Müttern berechtigt die Rote Karte gezeigt wird und wenn an ihrem Omnipotenzverhalten in Sachen Familie und Kindern gekratzt wird.

Mütter sind nichts weiter als eines von zwei Elternteilen.

Und es muss endlich damit Schluss gemacht werden, dass sie als allein zuständig in Sachen Kinder gesehen werden. Und es muss Schluss damit gemacht werden, dass sie bei Missbrauchsverhalten von den Staatsanwaltschaften und den Gerichten wie Kinder oder Behinderte als nicht verantwortlich und nicht haftbar behandelt werden.

Das hat nichts mit „Pro-Väter-Ideologie“ zu tun.
Kinder werden nur nicht weiterhin als Garantie für das Funktionieren ungestrafter hemmungsloser Egomanie der Mutter missbraucht.
Es ist nichts weiter als der erste Schritt, Mütter als selbstverantwortliche Erwachsene ernst zu nehmen.

Und wenn sich dabei Väter missbräuchlich verhalten sollten, ist es nichts weiter als das, was Mütter sogar mit Unterstützung durch „Frauen für Frauen“, eine Flut von anderen Mütterorganisationen, meist auch durch Mitarbeiterinnen des Jugendamtes (die selbst immer wieder auch umgangsboykottierende alleinerziehende Mütter sind) und unter aktiver Mithilfe der Familiengerichte Jahrzehnte lang machen konnten.

Barbara Thieme dürfte sich eigentlich erst dann beschweren, wenn auch Väter ebenfalls Jahrzehnte lang eine Verfügungsmachtübertragung über das Kind unter ebenso breiter und aktiver Unterstützung gegen Mütter missbraucht haben.

Wir wollen aber keine gleiche Berechtigung für Väter und wir sehen das Problem trotz Jahrzehnte langer Erfahrung in einem System, das sich offen gegen Männer und Väter positioniert hat, eben nicht als ein Problem der Konkurrenz der Geschlechter.

Wir heißen „Väteraufbruch für Kinder“ und suchen deshalb nach Lösungen für Kinder.

Der Paradigmenwechsel, der das System Residenzmodell durch die Doppelresidenz ersetzt, gründet nicht auf dem Kampf gegen die Menschenrechtswidrigkeit des Residenzmodells, sondern wirbt für die positiven Elemente einer Lösung, die inzwischen in vielen Ländern evident sind.

Dass damit an der Allmacht von Müttern gesägt wird und dass dies reinen Mütterinteressenvertreterinnen nicht gefällt – das verstehen wir schon.

(Beleg dafür ist der drk-Beitrag vom 29.08.2016 „Recht für Väter ist Pech für Mütter“, der ebenfalls davon ausgeht, dass es sich um ein Geschlechterproblem handeln würde, statt um die Bedienung der Kindesinteressen.)

Und so können wir auch die Aussagen von Barbara Thieme einordnen.

Wenn Frau Thieme dann meint:
„Es findet eine regelrechte Mütterentsorgung statt“,
muss ich leider wieder einmal konstatieren, dass das geflügelte Wort von der Väterentsorgung wohl erst dann richtig verstanden werden kann, wenn sich die Vokabel „Mütterentsorgung“ in ideologisch verkleisterte Gehirnwindungen eingeschlichen hat.

Ob und in welcher statistischen Verteilung tatsächlich von „Mütterentsorgung“ gesprochen werden kann, darüber können wir ja in den kommenden Jahren Statistiken bemühen.
Alle Zahlen zur Verteilung der sogenannten „Alleinerziehenden“-Haushalte beweisen, dass die gefühlten Erfahrungen von Frau Thieme falsch sind.

 

Allerdings wird von Frau Thieme im Brigitte-Artikel auch geschrieben:
„1400 Frauen hat sie in den vergangenen vier Jahren beraten“

Das ist nun punktgenau mein Ding.

Ich berate seit über 15 Jahren, dokumentiere von Anfang an und führe Statistiken.
Als Beistand war ich in Hunderten familialen Verfahren in den Verhandlungen mit dabei (wie heute wieder).

Jeden Donnerstag leite ich in Karlsruhe eine öffentliche Beratung mit derzeit im statistischen Mittel 14 Anwesenden. Das macht 700 Anwesenheiten jährlich. Es gibt keine Beratungsorganisation, egal wie teuer sie uns über die Zuwendung aus der Steuerkasse kommt, die eine solche Bilanz aufweisen könnte. Jede Anwesenheit ist in allen inzwischen rund 750 Beratungsabenden eigenhändig schriftlich dokumentiert.

Jeder Beratungsfall wird von mir in der Fallsammlung dokumentiert und von den meisten Fällen habe ich die kompletten Verfahrensakten auf der Platte.

 

Ich biete Frau Thieme an, mich mit ihr persönlich, evtl. im Beisein von jeweils einem selbst gewählten Juristen/ einer Juristin zu treffen, Datenschutzerklärungen auszutauschen, um danach meine Aussagen und ihre Aussagen zu verifizieren.

Ich kann jede meiner öffentlich genannten Fakten und Zahlen untermauern und mit konkreten Fakten und Fällen belegen.

 

In den im Folgenden geschilderten Fällen werde ich erklären, was ich meine, wenn ich oben geschrieben habe:

Das hat nichts mit „Pro-Väter-Ideologie“ zu tun. Kinder werden nur nicht weiterhin als Garantie für ungestrafte hemmungslose Egomanie der Mutter missbraucht. Es ist nichts weiter als der erste Schritt, Mütter als selbstverantwortliche Erwachsene zu behandeln.

Und ich werde dafür nicht in den fast 2000 Fällen der letzten Jahre kramen. Ich werde aktuelle laufende Fälle anonym (aber beweisbar) dafür verwenden.

Es sind Fälle, in denen Müttern endlich klar gemacht wird, dass Schluss ist mit dem offiziellen Abnicken ihres egomanen Missbrauchsverhaltens.

Und dass dies nichts mit „Väterfreundlichkeit“ zu tun hat.

 

Beispiel 1