Kindzentrierte Beratung – Das umfassende Konzept des VAfK Karlsruhe

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Kindzentrierte Beratung – Das umfassende Konzept des VAfK Karlsruhe

Diese Fassung der Darstellung des Beratungskonzeptes im VAfK Karlsruhe diente beim Familienkongress des VAfK am 05.11.2011 in Halle als Vorlage.

Statistische Angaben zum Neufall-Aufkommen

Die Entwicklung der Neufallzahlen in einer VAfK-Gruppe bestimmt die Entwicklung des Bedarfs und der Infrastruktur der Leistungsangebote.

Neufallzahlen_2002-2010

Seit 2 Jahren sind 15 – 20% der Erstberatungsfälle Frauen (Steigerung nach unter 5% im Jahr 2002)
Neufall / Mitglieder – Quote von 7:1 bis aktuell etwa 4:1
Aktuell erhalten über 70% der Erstberatungsfälle innerhalb von 24 Stunden eine Antwort
Eingang 63% per Mail, 18% über Telefon (2011) – weitere Neufälle über Beratungsabend, Veranstaltungen und soziale Netzwerke

Erstberatungen

  • telefonisch
  • per Mail
  • beim Beratungsabend
  • persönlich

Neufall-Procedere 1 – formal

Verweis auf die Kommunikation per Mail
Verweis auf die wöchentlichen Beratungstreffen
Infopaket (Mail-Textkörper plus 10 Anhänge)
* Eintrag in die Neufall-Datei
* Eintrag in den Verteiler
* Anlegen der Stammdatei (Datenblatt, Beziehungs-, Verfahrens-, Interventions- und Kommunikations-Chronologie)

Neufall-Procedere 2 – inhaltlich

Telefonische / mündliche Beratung hat eher therapeutischen Charakter ohne Nachhaltigkeit
Schriftliche Dokumentation aller Abläufe
Fakteninput – vom Betroffenen an den VAfK:
– Beziehungs-Chronologie (Beziehungsgeschichte vom Kennenlernen bis heute)
– Scans aller wichtigen Dokumente mit festgelegter Dateinamen-Syntax

Dateinamen-Syntax

Mustermann-Juergen
Mustermann-Juergen_0_Chronologie
Mustermann-Juergen_100601_Juergen-AG_EV
Mustermann-Juergen_100614_RA-AG_Antrag_EA_Umgang
Mustermann-Juergen_100616_AG_Ladung_100628
Mustermann-Juergen_100628_AG_Beschluss
Mustermann-Juergen_100629_RA-AG_Antrag_Umgang
Mustermann-Juergen_100810_RAgs-AG_Antragserwiderung
Mustermann-Juergen_100811_AG-RA_VB_Bericht
Mustermann-Juergen_100812_AG-RA_Beschluss_VKH
Mustermann-Juergen_100820_AG-Juergen_Ladung_101125
Mustermann-Juergen_101214_RA-AG_Beistand
Mustermann-Juergen_101215_VB_Bericht 2
Mustermann-Juergen_101220_Juergen-VB_Fragen
Mustermann-Juergen_101230_Juergen_Tagebuch-Weihnachten

Die Syntax für die Dateinamen ist so gewählt, dass in der Exploreransicht alle Dateien zum jeweiligen Fall automatisch sinnvoll gelistet werden.

Familienname und Vorname am Anfang sorgt für die alphabetische Listung aller Fälle.
Das Datum im Format jjmmtt sorgt für die chronologische Auflistung aller Dokumente zum Fall.
Danach wird ersichtlich, wer an wen schreibt. Das AG schreibt (fast) immer an alle, weshalb der Adressat nicht genannt werden muss.
Ein Stichwort danach gibt an, welchen Charakter das Schreiben hat, gefolgt evtl. von einem Stichwort zum Inhalt.

Damit lässt sich die Verfahrenschronologie allein schon aus der Exploreransicht ableiten.

Betreuungsfelder nach der Erstberatung

 Kurzfristig

  • Weitere Beratung in aktuellen Situationen
  • Hilfe bei Schriftsätzen
  • Begleitung zu Ämtern, Schulen, bei Umgängen

Mittel- und langfristig

  • Fallmanagement
  • Coaching
  • Mediation
  • Beistand nach § 12 FamFG

 

Beratungsaufwand

In etwa 2 Dritteln der Erstberatungsfälle sind die Betroffenen mit einer Erstberatung zufrieden. Ein Drittel erfordert mehr Aufwand. Gut 10% aller Fälle erfordern umfassende Ressourcen in den Feldern Beratung, Coaching und Beistandsleistung, die eigentlich den Rahmen ehrenamtlicher Arbeit sprengen und die genuin nur von bezahlten Profis erwartet werden kann.

 

 

Beratungsaufwand

 

Mediation nach eigenen Standards

Nach intensiver Beschäftigung mit den verschiedenen Angeboten von Mediation in Karlsruhe habe ich mein eigenes kindzentriertes Konzept erarbeitet, das wir seither erfolgreich umsetzen.

 

Mediationsvereinbarung_1

Mediationsvereinbarung_2

Betreuung als Beistand nach § 12 FamFG (vorher § 90 ZPO) und § 13 SGB X

2007         13
2008         9
2009         16
2010         37
2011          42
2012          48
2013          52
2014          68
2015          52
2016          57

 

 

Als Sohn des letzten Wagnermeisters im deutschen Südwesten 1948 geboren. Abitur nach 2 Kurzschuljahren 1966 - und damit mit dem Vorteil versehen, als geborener Handwerker und Bauer den Weg zu den Qualifikationen eines Akademikers beschritten zu haben. Studium an der PH Karlsruhe bis zum Realschullehrer mit Hauptfach Musik. Lehrer an den Realschulen in Rastatt, Baden-Baden, Karlsruhe-Durlach, Bretten, Pfinztal-Berghausen und wieder Baden-Baden. Pensioniert 2012. Höhlenforscher und Höhlentaucher seit den 70er Jahren mit internationalen Expeditionen und Neuforschungen. Musiker in den Sparten Tanzmusik, Folklore, Rock, Jazz und Musik des Mittelalters und der Renaissance auf verschiedenen Instrumenten (Tasteninstrumente, quintgestimmte Zupfinstrumente, Schlagzeug, Pauken u.a.) Inhaber des wohl umfassendsten Ensembles zur Geschichte des Wagnerhandwerks im deutschsprachigen Raum.